Leipzig damals – Escort als Erfüllungsgehilfe der Stasi

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Leipzig damals – Escort als Erfüllungsgehilfe der Stasi

Posted By w9003207

Laut Gesetz vom 12. Januar 1968 war die Prostitution in der DDR zwar verboten, fand jedoch dennoch statt. Wie aus aufgefundenen Akten der Gauck-Behörde später hervorgegangen war, bediente sich sogar das Ministerium für Staatssicherheit in einem bisher ungeahntem Ausmaß dieser Prostitution. Hauptsächlich zu Zeiten der Leipziger Messe wurden sogar ganz gezielt sowohl männliche als auch weibliche Personen als Prostituierte eingesetzt, um nähere Details zum Leben von Freiern zu erfahren, um Beziehungen zu ihnen aufzubauen und sogar um Informationen über sexuelle Vorlieben dieser zu erfahren mit dem Ziel, die Freier mit diesen Informationen bei Bedarf erpressen zu können.

Vor allen Dingen während der Leipziger Messe wurden Frauen, welche erotische Beziehungen mit Gästen aus dem Westen hatten, zu einer Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit bewegt. Daneben wurden jedoch auch ganz gezielt Personen angeworben, damit sie sexuelle Kontakte mit Personen aus dem Westen oder aus einem anderen nichtsozialistischen Land aufnehmen.

Doch auch viele andere junge Mädchen, welche nicht mit der Staatssicherheit zusammenarbeiteten, machten sich in den Zeiten der Leipziger Messe auf den Weg, um gezielt die Bekanntschaft mit Westbesuchern zu suchen und als Escort ein schönes Nebeneinkommen zu bekommen. Ziel für diese war es dabei vor allen Dingen, dort viel Geld zu verdienen oder sogar, um den Mann fürs Leben zu finden. Die Prostituierten stammten dabei aus allen Gesellschaftsschichten. Der Anteil von Escorts mit einer Berufsausbildung und sogar mit einem Fach- oder Hochschulabschluss war sogar überdurchschnittlich hoch. So kann gesagt werden, das die meisten Frauen nicht aufgrund der materiellen Not in der DDR als Escort gearbeitet haben.

Zwar gab es keine offiziellen Rotlichtviertel und Agenturen in Leipzig, wie man sie heute im Escort kennt, doch es gab eine Reihe von Hotels und Bars, welche bekannt dafür waren, Escort-Damen zu beherbergen. Die Hotels und Bars in Leipzig, wie das Hotel Merkur, das Hotel Astoria oder das Hotel International war auch während anderer Zeiten dafür bekannt.

Natürlich profitierten nicht nur die privaten Hobbynutten oder die Staatssicherheit von der Aufhebung des Verbotes zur Prostitution sondern auch der DDR-Staat an sich. Dank der leger gekleideten Damen in kurzen Röcken und mit tiefen Ausschnitten, konnten sie das allgemeine Klischee vom “grauen Osten” widerlegen und boten somit ein ganz anderes Bild. Im Nachhinein profitierte der gesamte DDR-Staat von dieser positiven Imagebildung.

Written by w9003207

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